Berechne das Endkapital deines ETF-Sparplans realistisch, mit laufenden Kosten (TER) und der deutschen Fondsbesteuerung: Teilfreistellung, Sparerpauschbetrag und Abgeltungsteuer auf die Vorabpauschale.
Dieser Rechner ist speziell für ETFs gedacht, mit Kosten und Steuer. Für eine reine Sparrate-Berechnung ohne ETF-Spezifika nutze den Sparplan-Rechner, für eine einmalige Anlage den Zinseszins-Rechner.
Steuerwerte 2026: Basiszins 3,20 %, Teilfreistellung 30 %, Sparerpauschbetrag 1.000 EUR.
Bereits investierter Betrag zu Beginn. 0 möglich.
Bruttorendite vor Kosten. Aktien-ETFs historisch im Mittel rund 6 bis 8 Prozent, ohne Garantie.
Gesamtkostenquote des ETFs pro Jahr. Breite Aktien-ETFs meist 0,05 bis 0,40 Prozent.
Jährliche Abgeltungsteuer auf die Vorabpauschale, nach Sparerpauschbetrag.
Unterstellt, dass jedes Jahr 1.000 EUR Freistellungsauftrag für diesen ETF-Sparplan verfügbar sind.
Orientierung, keine Anlage- oder Steuerberatung. Die Rendite gibst du selbst vor, künftige Kurse sind unsicher und können auch fallen. Die TER wird vereinfacht von der Bruttorendite abgezogen. Die Steuer auf die Vorabpauschale ist eine Näherung über den Basiszins 2026 und wird hier modellhaft dem Depot entnommen, real bucht die Bank sie meist vom Verrechnungskonto. Beim späteren Verkauf bereits versteuerte Vorabpauschalen werden angerechnet, das bildet dieser Ansparrechner nicht ab. Die tatsächliche Steuerlast hängt vom konkreten ETF und deiner Situation ab.
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Mit dem ETF-Sparplan-Rechner von Rechnerlupe berechnest du das voraussichtliche Endkapital deines ETF-Sparplans unter Berücksichtigung von laufenden Kosten und der deutschen Fondsbesteuerung. Du gibst Startkapital, monatliche Sparrate, erwartete Rendite, die TER des ETFs (Exchange Traded Fund) und die Laufzeit ein. Der Rechner ermittelt das Endkapital nach Abzug der Gesamtkostenquote und der Abgeltungsteuer auf die jährliche Vorabpauschale.
Optional lässt sich die Steuer auf die Vorabpauschale deaktivieren oder der Sparerpauschbetrag ausschalten. Alle Berechnungen laufen im Browser. Deine Eingaben werden nicht gespeichert und nicht an einen Server übertragen. Der Rechner dient der Orientierung und ersetzt keine Anlage- oder Steuerberatung.
Ein gewöhnlicher Sparplan-Rechner zeigt, wie aus Sparrate, Zins und Laufzeit durch den Zinseszins ein Endkapital entsteht. Für einen ETF-Sparplan reicht das nicht, weil zwei Faktoren das Ergebnis spürbar verändern: die laufenden Fondskosten und die deutsche Fondsbesteuerung nach dem Investmentsteuergesetz (InvStG). Der ETF-Sparplan-Rechner bildet beide Punkte ab, damit das Ergebnis näher an der Realität eines echten Depots liegt.
Als jährliche Gesamtkostenquote eines ETFs wird die TER laufend aus dem Fondsvermögen entnommen und schmälert die Bruttorendite. Bei breit gestreuten Aktien-ETFs liegt sie 2026 meist zwischen 0,05 und 0,40 %. Ein ETF mit 7 % Bruttorendite und 0,20 % TER erzielt eine Nettorendite von 6,80 %. Der Rechner zieht die TER direkt von der eingegebenen Rendite ab, sodass das Endkapital mit der tatsächlichen Nettorendite berechnet wird.
Bei thesaurierenden ETFs wird jährlich eine fiktive Mindestbesteuerung angesetzt. Grundlage ist der Basisertrag: der Wert des ETFs zu Jahresbeginn multipliziert mit dem Basiszins und 70 %. Laut BMF-Schreiben (Bundesministerium der Finanzen) beträgt der Basiszins 2026 genau 3,20 %. Als Vorabpauschale gilt der kleinere Wert aus Basisertrag und tatsächlicher Wertsteigerung des Jahres. Ohne Wertsteigerung fällt keine Vorabpauschale an.
Im ETF-Sparplan-Rechner wird die Vorabpauschale jährlich berechnet und die darauf anfallende Steuer vom Depotstand abgezogen. Real bucht die Depotbank die Steuer meist vom Verrechnungskonto. Bereits gezahlte Vorabpauschalen rechnet das Finanzamt beim späteren Verkauf auf den Veräußerungsgewinn an. Diesen Anrechnungsschritt bildet ein reiner Ansparrechner nicht ab.
Aktien-ETFs mit einer Aktienquote von mindestens 51 % erhalten eine Teilfreistellung von 30 %. Nur 70 % der Vorabpauschale oder des Veräußerungsgewinns unterliegen damit der Besteuerung. Bei Mischfonds mit einer Aktienquote zwischen 25 und 50 % beträgt die Teilfreistellung 15 %. Diese Regelung gleicht aus, dass der Fonds auf Fondsebene bereits Steuern zahlt. Im Rechner wählst du die Fondsart, und die passende Teilfreistellung wird automatisch angewendet.
Kapitalerträge bleiben bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2.000 Euro. Voraussetzung ist ein Freistellungsauftrag bei der Depotbank. Erst oberhalb des Sparerpauschbetrags fällt die Abgeltungsteuer an: 25 % Kapitalertragsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf, zusammen 26,375 %.
In den ersten Sparjahren deckt der Sparerpauschbetrag die Steuer auf die Vorabpauschale bei kleinen Depots oft vollständig ab. Mit wachsendem Depotwert übersteigt die Vorabpauschale irgendwann den Freibetrag, und es fällt tatsächlich Abgeltungsteuer an.
| Steuerwert | Höhe 2026 |
|---|---|
| Basiszins (Vorabpauschale) | 3,20 % |
| Teilfreistellung Aktien-ETF | 30 % |
| Teilfreistellung Mischfonds | 15 % |
| Abgeltungsteuer inkl. Soli | 26,375 % |
| Sparerpauschbetrag (ledig) | 1.000 EUR |
Alle drei Rechner auf Rechnerlupe nutzen dieselbe Zinseszins-Mathematik, beantworten aber unterschiedliche Fragen. Der Zinseszins-Rechner eignet sich für eine einmalige Anlage ohne laufende Einzahlung. Der Sparplan-Rechner ergänzt die regelmäßige Sparrate, bleibt aber bewusst neutral ohne Kosten und Steuer. Der ETF-Sparplan-Rechner geht einen Schritt weiter und rechnet die ETF-typische TER und die Fondsbesteuerung mit Vorabpauschale, Teilfreistellung und Abgeltungsteuer mit ein.
Der Rechner berechnet die Ansparphase als Näherung. Nicht abgebildet sind die Schlussbesteuerung beim Verkauf, Kurseinbrüche während der Laufzeit, Ordergebühren beim Kauf der Sparplan-Anteile und die Kirchensteuer. Für eine vollständige Steuerberechnung ist eine Steuerberatung der richtige Ansprechpartner.