Sparplan-Rechner 2026: Endkapital mit Sparrate berechnen
So funktioniert der Sparplan-Rechner von Rechnerlupe
Der Sparplan-Rechner von Rechnerlupe berechnet das Endkapital aus Startkapital, monatlicher Sparrate, Zinssatz und Laufzeit. Du siehst, wie viel du insgesamt eingezahlt hast und wie viel der Zinseszins beigetragen hat, aufgeschlüsselt nach Jahren.
Alle Daten bleiben im Browser, deine Eingaben werden nicht gespeichert. Der Sparplan-Rechner zeigt das nominale Endkapital vor Steuern und Inflation. Er liefert eine Modellrechnung und ist keine Anlageberatung.
So setzt sich das Endkapital zusammen
Das Endkapital eines Sparplans besteht aus drei Teilen: dem verzinsten Startkapital, der Summe aller Sparraten und den Zinsen auf beides. Zwei Formeln kommen zum Einsatz.
Zinseszinsformel für das Startkapital: Das Startkapital wird monatlich verzinst. Es wächst nach der Formel Endwert = Startkapital × (1 + Monatszins) hoch Anzahl Monate. Bei 1.000 Euro, 5 % Zinssatz pro Jahr und 20 Jahren ergibt das rund 2.712 Euro.
Rentenendwertformel für die Sparraten: Jede monatliche Einzahlung wird unterschiedlich lange verzinst. Die erste Rate arbeitet über die gesamte Laufzeit, die letzte nur noch einen Monat. Die Rentenendwertformel fasst alle Raten in einer Rechnung zusammen.
Beispiel: 1.000 Euro Startkapital, 200 Euro Sparrate pro Monat, 5 % Zinssatz pro Jahr, 20 Jahre Laufzeit. Eingezahlt werden insgesamt 49.000 Euro (1.000 plus 240 × 200). Bei vorschüssiger Einzahlung ergibt sich ein Endkapital von rund 85.000 Euro. Auf den Zinsertrag entfallen etwa 36.000 Euro.
Vorschüssig oder nachschüssig einzahlen
Im Sparplan-Rechner stehen zwei Varianten zur Wahl. Bei vorschüssiger Einzahlung (am Monatsanfang) wird jede Sparrate einen Monat länger verzinst. Das Endkapital fällt dadurch etwas höher aus. Bei nachschüssiger Einzahlung (am Monatsende) ist es minimal niedriger.
Die meisten ETF-Sparpläne (Exchange Traded Funds, börsengehandelte Indexfonds) buchen die Rate zum Monatsanfang. Bei langen Laufzeiten ist der Unterschied zwischen beiden Varianten gering, bei kurzen Laufzeiten und hohen Zinssätzen kann er spürbar sein.
Warum die Laufzeit so wichtig ist
Zinseszins entfaltet seine Kraft vor allem über die Zeit. In den ersten Jahren bleibt der Zinsertrag klein, weil wenig Kapital vorhanden ist. Mit jedem Jahr fallen die Zinsen auf einen grösseren Betrag, und die Zinsen bringen wiederum Zinsen.
Bei langen Laufzeiten von 20 oder 30 Jahren kann der Zinsertrag die Summe der Einzahlungen deutlich übersteigen. Wer früh anfängt, profitiert überproportional: Zehn Jahre mehr Laufzeit wirken oft stärker als eine deutlich höhere Sparrate, weil die frühen Einzahlungen am längsten verzinst werden.
Welche Rendite ansetzen
Die Höhe des Zinssatzes hängt von der Anlageform ab. Tagesgeld und Festgeld bringen je nach Marktlage meist niedrige einstellige Renditen. Breit gestreute Aktien-ETFs haben langfristig im historischen Mittel rund 6 bis 8 % pro Jahr erzielt, allerdings mit Schwankungen und ohne Garantie.
Im Sparplan-Rechner gibst du den Zinssatz selbst vor, der Rechner trifft keine Annahme. Rechne lieber vorsichtig: Künftige Renditen sind unsicher, und vergangene Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
Steuern und Inflation beachten
Auf Kapitalerträge fällt in Deutschland in der Regel Abgeltungsteuer (25 % plus Solidaritätszuschlag) an. Pro Person bleibt ein Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung). Den Kapitalertrag nach Steuern zeigt der Rechner nicht.
Zusätzlich mindert die Inflation die Kaufkraft des Endbetrags. Ein Euro ist in 20 Jahren weniger wert als heute. Für eine ehrliche Einschätzung des Vermögenszuwachses solltest du beide Effekte berücksichtigen. Der Sparplan-Rechner bildet sie bewusst nicht ab, damit du mit verschiedenen Szenarien rechnen kannst.
Sparplan und Einmalanlage im Vergleich
Bei einer Einmalanlage legst du einen Betrag einmalig an und lässt ihn verzinsen. Beim Sparplan kommen regelmässige Einzahlungen hinzu, meist monatlich. Dadurch wächst das Vermögen aus zwei Quellen: den laufenden Sparraten und den Zinsen.
Beides lässt sich im Sparplan-Rechner kombinieren: Gib Startkapital und Sparrate ein. Für eine reine Einmalanlage setze die Sparrate auf 0. So zeigt der Rechner nur die Verzinsung des Startkapitals nach der Zinseszinsformel.