Statt einer einzelnen Zahl zeigt dir dieser Rechner für Erwachsene einen gesunden Orientierungsbereich nach dem Body-Mass-Index. Denn aus gesundheitlicher Sicht gibt es kein einzelnes richtiges Gewicht, sondern eine Spanne, die immer im Zusammenhang mit Körperbau, Alter und Gesundheit betrachtet werden sollte.
Für Erwachsene, auf Basis des Normalgewichts nach BMI 18,5 bis 24,9.
Der gesunde Bereich nach BMI ist für beide gleich.
Nur zur Einordnung auf der Skala, freiwillig.
Ältere Faustformeln, die eine Einzelzahl liefern. Nur als grobe Anhaltspunkte, dem Bereich oben untergeordnet.
Es gibt kein einzelnes richtiges Gewicht. Der gesunde Bereich ist eine Orientierung für Erwachsene, keine Diagnose. Der BMI berücksichtigt weder Muskelmasse noch Körperfettanteil, Statur, Alter, Schwangerschaft oder Erkrankungen. Für Kinder und Jugendliche gelten andere Bewertungsmaßstäbe. Eine Abweichung vom Bereich sagt für sich genommen wenig aus. Wichtiger als eine Zahl sind ausgewogene Ernährung, Bewegung, Schlaf, Laborwerte, Blutdruck und Wohlbefinden. Bei deutlichen Abweichungen, ungewollter Gewichtsveränderung oder Unsicherheit ist die Hausarztpraxis der richtige Ansprechpartner.
Mit dem Idealgewicht-Rechner von Rechnerlupe ermittelst du für Erwachsene einen gesunden Gewichtsbereich nach dem Body-Mass-Index (BMI) statt einer einzelnen Idealzahl. Du gibst deine Körpergröße ein, wählst dein Geschlecht und erhältst den Bereich, in dem das Normalgewicht nach der WHO-Klassifikation liegt. Optional kannst du dein aktuelles Gewicht eingeben, um es auf der Skala einzuordnen.
Zusätzlich berechnet der Rechner klassische Formeln nach Broca und Devine als grobe Anhaltspunkte. Beide Einzelzahlen sind dem BMI-basierten Orientierungsbereich klar untergeordnet. Alle Berechnungen laufen im Browser, deine Eingaben werden nicht gespeichert.
Beim Begriff Idealgewicht entsteht der Eindruck, es gebe für jede Körpergröße genau ein richtiges Gewicht. Aus medizinischer Sicht stimmt das nicht. Gesundheit hängt von Körperzusammensetzung, Bewegung, Blutdruck, Stoffwechsel, Schlaf und Wohlbefinden ab. Ein einzelner Zielwert kann sogar schaden, wenn er auf ästhetischen statt medizinischen Maßstäben beruht.
Deshalb stellt der Idealgewicht-Rechner den gesunden Gewichtsbereich in den Vordergrund. Für Erwachsene gilt ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 als Normalgewicht. Daraus ergibt sich je nach Körpergröße eine Spanne von mehreren Kilogramm, innerhalb derer das Gewicht aus medizinischer Sicht unbedenklich ist.
Als Grundlage dient die BMI-Formel, eingesetzt mit der unteren und oberen Grenze des Normalgewichts:
Gewicht = BMI × (Körpergröße in Metern)²
Bei einer Körpergröße von 175 cm (1,75 m) ergibt sich:
| Grenze | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Untere Grenze (BMI 18,5) | 18,5 × 1,75² = 18,5 × 3,0625 | 56,7 kg |
| Obere Grenze (BMI 24,9) | 24,9 × 1,75² = 24,9 × 3,0625 | 76,3 kg |
In diesem Beispiel reicht der gesunde Gewichtsbereich von rund 57 bis 76 Kilogramm. Bei größerer Körpergröße wird die Spanne breiter, bei kleinerer schmaler.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt den BMI für Erwachsene in vier Bereiche ein:
| BMI | Einordnung |
|---|---|
| unter 18,5 | Untergewicht |
| 18,5 bis 24,9 | Normalgewicht |
| 25,0 bis 29,9 | Übergewicht |
| ab 30,0 | Adipositas |
Als Grundlage für den gesunden Gewichtsbereich nutzt der Idealgewicht-Rechner den Bereich 18,5 bis 24,9. Die Einteilung gilt nur für Erwachsene ab 18 Jahren. Für Kinder und Jugendliche gelten alters- und geschlechtsabhängige Perzentile.
Normalgewicht bezeichnet die medizinisch definierte Spanne nach dem Body-Mass-Index. Das Idealgewicht dagegen folgt häufig ästhetischen oder gesellschaftlichen Vorstellungen und liegt oft unterhalb des Normalgewichts. Ein an Schönheitsidealen orientiertes Zielgewicht kann gesundheitlich bedenklich sein. Trotz des Namens zeigt der Idealgewicht-Rechner daher den medizinisch sinnvolleren Orientierungsbereich statt einer Einzelzahl.
Neben dem BMI-basierten Bereich zeigt der Rechner zwei historische Formeln als grobe Anhaltspunkte. Beide liefern eine einzelne Zahl und sind dem Gewichtsbereich klar untergeordnet.
Broca-Formel (1871): Körpergröße in cm minus 100 ergibt das Broca-Normalgewicht. Für das Broca-Idealgewicht zieht der Rechner bei Männern 10 % und bei Frauen 15 % ab. Die Formel berücksichtigt weder Statur noch Körperzusammensetzung und überschätzt das Gewicht bei kleinen, unterschätzt es bei großen Menschen.
Devine-Formel (1974): Ursprünglich entwickelt für die Dosierung von Medikamenten, nicht als Lebensgewichtsziel. Sie berechnet ein Gewicht aus einer Basisgröße plus einem Zuschlag je Inch über 5 Fuß. Die Formel beruht auf zweckfremden Annahmen und taugt nicht als medizinischer Maßstab für ein gesundes Gewicht.
Als grober Richtwert teilt der BMI das Gewicht durch das Quadrat der Körpergröße, berücksichtigt aber nicht, woraus sich das Gewicht zusammensetzt.
Muskelmasse: Sehr muskulöse Menschen können einen hohen BMI haben, ohne überfettet zu sein. Die Formel unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettgewebe.
Körperfettanteil und Fettverteilung: Bauchfett (viszerales Fett) gilt als gesundheitlich riskanter als Fett an Hüften oder Oberschenkeln. Über die Verteilung sagt der BMI nichts aus. Hier ist der Taillenumfang aussagekräftiger.
Knochenbau und Statur: Menschen mit breitem Skelett wiegen bei gleicher Körpergröße mehr, ohne dass dies gesundheitlich nachteilig ist.
Alter, Schwangerschaft, Erkrankungen: Für Kinder und Jugendliche gelten alters- und geschlechtsabhängige Perzentile statt fester BMI-Grenzen. In der Schwangerschaft ist die Gewichtszunahme physiologisch. Bei bestimmten Erkrankungen sind individuelle Zielwerte nötig.
Aussagekräftiger wird die Einordnung zusammen mit Laborwerten, Blutdruck, Taillenumfang und einer ärztlichen Einschätzung in der Hausarztpraxis.