Risikolebensversicherung-Rechner: passende Versicherungssumme berechnen
Versicherungssumme nach der Faustformel berechnen
Der Risikolebensversicherung-Rechner auf Rechnerlupe berechnet die passende Versicherungssumme für deine Familie. Du gibst dein Bruttojahreseinkommen ein, wählst einen Faktor je nach Lebenssituation und trägst offene Kredite sowie frei verfügbares Vermögen ein. Grundlage ist die Faustformel, die auch Stiftung Warentest empfiehlt: 3 bis 5 Jahresgehälter plus Schulden minus Vermögen. Er ist kostenlos, ohne Anmeldung und läuft im Browser.
Wie hoch sollte eine Risikolebensversicherung sein?
Eine Risikolebensversicherung sichert deine Familie finanziell ab, falls du stirbst und dein Einkommen wegfällt. Verbraucherschützer und Stiftung Warentest nennen als Richtwert das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens. Wer kleine Kinder hat oder alleinerziehend ist, sollte sich am oberen Ende (Faktor 5) orientieren. Paare ohne Kinder kommen oft mit dem Dreifachen aus.
Versicherungssumme = 3 bis 5 × Bruttojahreseinkommen + offene Kredite + Ausbildungsbedarf minus frei verfügbares Vermögen.
55.000 EUR (Euro) Bruttojahreseinkommen, zwei kleine Kinder (Faktor 5), 280.000 EUR Restschuld, 30.000 EUR Erspartes: 55.000 × 5 + 280.000 minus 30.000 = 525.000 EUR Absicherungsbedarf.
Bausteine der Berechnung
Basis ist der Einkommensbedarf. Das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens soll das wegfallende Gehalt über 3 bis 5 Jahre ersetzen, bis die Kinder auf eigenen Beinen stehen.
Faktor 3: Paar ohne Kinder
Faktor 4: Familie mit älteren Kindern
Faktor 5: kleine Kinder oder alleinerziehend
Offene Kredite (vor allem die Restschuld eines Immobilienkredits) kommen hinzu. Ein möglicher Ausbildungsbedarf für die Kinder wird addiert. Frei verfügbares Vermögen wird abgezogen, also Erspartes, Tagesgeld oder Wertpapiere. Nicht abziehen solltest du das selbstgenutzte Eigenheim oder die Altersvorsorge.
Immobilienkredit richtig absichern
Wer ein Eigenheim finanziert, sollte die Restschuld in die Versicherungssumme einrechnen. Ohne Absicherung droht der Familie im Todesfall der Verlust der Immobilie. Bei neuen Krediten kann ein Aufschlag von 10 bis 15 % sinnvoll sein, um eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung der Bank abzudecken.
Zur reinen Kreditabsicherung eignet sich oft eine Police mit fallender Versicherungssumme. Die Leistung sinkt jährlich parallel zur Restschuld. Gleichzeitig ist der Beitrag günstiger als bei einer konstanten Summe.
Konstante oder fallende Versicherungssumme?
Bei einer konstanten Summe wird im Todesfall immer der volle vereinbarte Betrag ausgezahlt. Das passt zur Familienabsicherung, weil der Bedarf über die Jahre nicht automatisch sinkt. Bei einer fallenden Versicherungssumme sinkt die Leistung jährlich. Das eignet sich zur Kreditabsicherung, weil auch die Restschuld sinkt. Beiträge sind bei der fallenden Variante günstiger.
Was den Beitrag beeinflusst
Wie viel eine Risikolebensversicherung kostet, hängt von mehreren Faktoren ab: Versicherungssumme, Laufzeit, Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Beruf, Hobbys und Raucherstatus. Für dasselbe Profil können sich die Beiträge zwischen Anbietern stark unterscheiden. Ein Vergleich lohnt sich.
Welche Laufzeit ist sinnvoll?
Die Laufzeit sollte mindestens so lange reichen, bis die Kinder finanziell auf eigenen Beinen stehen oder ein Immobilienkredit weitgehend getilgt ist. Wer vor allem einen Kredit absichert, wählt oft eine Police mit fallender Summe und einer Laufzeit nahe der Kredittilgung. Zur Familienabsicherung passt meist eine konstante Summe über die gesamte Laufzeit.
Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten
Vor Abschluss einer Risikolebensversicherung stellt der Versicherer Gesundheitsfragen. Alle Fragen musst du vollständig und wahrheitsgemäß beantworten. Verschwiegene oder falsche Angaben können dazu führen, dass der Versicherer im Todesfall die Leistung kürzt oder verweigert.
Kündige eine bestehende Police erst, wenn der neue Vertrag verbindlich angenommen ist. Sonst riskierst du eine Versorgungslücke, etwa wenn sich dein Gesundheitszustand verschlechtert hat und der neue Antrag abgelehnt wird.
Bezugsrecht und Über-Kreuz-Versicherung
Wer im Todesfall die Summe erhält, regelt das Bezugsrecht im Vertrag. Es sollte immer namentlich festgelegt werden, damit die Auszahlung reibungslos läuft. Für unverheiratete Paare kann die Vertragsgestaltung über die Steuer entscheiden: Bei der klassischen Lösung kann auf die Auszahlung Erbschaftsteuer anfallen.
Mit einer Über-Kreuz-Versicherung lässt sich das oft vermeiden. Dabei versichert jede Person das Leben der anderen und ist selbst Versicherungsnehmer und Beitragszahler. Das ist ein Fall für eine Beratung im Einzelfall.
Was der Risikolebensversicherung-Rechner nicht abbildet
Der Risikolebensversicherung-Rechner liefert eine Orientierung auf Basis der Faustformel. Nicht abgebildet sind konkrete Tarifbeiträge einzelner Versicherer, steuerliche Auswirkungen und die individuelle Gesundheitsprüfung. Der Rechner ersetzt keine Beratung im Sinne des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Wer den Absicherungsbedarf kennt, kann Tarife gezielt vergleichen.
Abgrenzung zu anderen Rechnern
Den Anspruch auf Witwenrente berechnet der Witwenrentenrechner auf Rechnerlupe. Nettolohn und Abzüge aus dem Bruttogehalt zeigt der Brutto-Netto-Rechner. Wie sich Sparpläne mit Zinseszins entwickeln, berechnet der Zinsrechner.