Urlaubsanspruch-Rechner 2026

Berechne deinen Urlaubsanspruch nach dem Bundesurlaubsgesetz – für Vollzeit und Teilzeit, bei unterjährigem Ein- oder Austritt, mit Schwerbehinderung und optional deinem letzten Arbeitstag bei Kündigung.

Aktuell 2026Zuletzt geprüft: Juni 2026 · auf Basis des BUrlG

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 20 Tage bei einer 5-Tage-Woche (24 Werktage bei 6 Tagen, § 3 BUrlG). Teilzeit wird nach Wochenarbeitstagen umgerechnet. Bei unterjährigem Ein- oder Austritt gilt grundsätzlich die Zwölftelung (Teilurlaub). Wichtig: Ein Austritt in der zweiten Jahreshälfte (ab 1. Juli) führt bei erfüllter Wartezeit zum vollen Jahresurlaub – ein Eintritt ab 1. Juli dagegen bleibt Teilurlaub, weil die 6-Monats-Wartezeit im selben Jahr nicht mehr erfüllt werden kann. Schwerbehinderte erhalten 5 Tage zusätzlich.

Urlaubsanspruch berechnen

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Bitte die Urlaubstage aus deinem Vertrag angeben (bei Vollzeit). Weißt du es nicht, trag das gesetzliche Minimum 20 ein.
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Dein Ergebnis

Dein Urlaubsanspruch 2026
Berechnungsbasis

Berechnung auf Basis des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG), Stand 2026. Abweichende Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Sonderregeln bei fristloser Kündigung/Aufhebungsvertrag oder Elternzeitkürzung (§ 17 BEEG) sind nicht abgebildet. Der geschätzte letzte Arbeitstag setzt voraus, dass der Resturlaub am Stück vor Fristende gewährt wird – das ist Verhandlungssache. Ohne Gewähr, keine Rechtsberatung.

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Resturlaub nicht genommen? Er wird ausgezahlt.
Bei Kündigung muss nicht genommener Urlaub abgegolten werden (§ 7 Abs. 4 BUrlG). Eine arbeitsrechtliche Prüfung sichert, dass du nichts verschenkst – oft über die Rechtsschutzversicherung gedeckt.
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Urlaubsanspruch-Rechner 2026: Urlaubstage berechnen nach BUrlG

Urlaubsanspruch berechnen nach dem Bundesurlaubsgesetz

Der Urlaubsanspruch-Rechner auf Rechnerlupe berechnet deine Urlaubstage nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG). Du gibst Vertragsurlaubstage, Wochenarbeitstage und optional den Beschäftigungszeitraum ein und siehst sofort deinen Anspruch für 2026. Teilzeit, Eintritt oder Austritt im laufenden Jahr, Schwerbehinderung und die Zwölftelung fließen ein. Alle Werte erscheinen mit Rechenweg, kostenlos und ohne Anmeldung.

Gesetzlicher Mindesturlaub: 20 Arbeitstage bei 5-Tage-Woche

Jeder Arbeitnehmer in Deutschland hat Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Paragraf 3 BUrlG legt als Minimum 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche fest, was bei der üblichen 5-Tage-Woche 20 Arbeitstagen entspricht. Die meisten Arbeitsverträge gewähren mehr: Üblich sind 28 bis 30 Tage pro Kalenderjahr, also 5,6 bis 6 Urlaubswochen. Die meisten Tarifverträge liegen ebenfalls über dem Minimum.

Urlaubsanspruch bei Teilzeit berechnen

Für den Urlaubsanspruch zählen die Wochenarbeitstage, nicht die Stundenzahl. Die Formel lautet:

Urlaubstage = Jahresurlaub (Vollzeitkraft) × (eigene Wochenarbeitstage ÷ Wochenarbeitstage einer Vollzeitkraft)

Rechenbeispiel: 30 Urlaubstage und eine 5-Tage-Woche im Betrieb, du arbeitest 3 Tage pro Woche: 30 × (3 ÷ 5) = 18 Urlaubstage. Auch ein Minijob ändert daran nichts.

Unterjähriger Eintritt oder Austritt: die Zwölftelung

Beginnt oder endet dein Job mitten im Jahr, greift die Zwölftelung nach Paragraf 5 BUrlG. Pro vollem Beschäftigungsmonat im Kalenderjahr steht dir ein Zwölftel des Jahresurlaubs zu. Bruchteile ab einem halben Tag werden auf ganze Tage aufgerundet.

Eintritt am 1. April bei 30 Urlaubstagen laut Vertrag: 9 volle Monate (April bis Dezember) ergeben 30 × (9 ÷ 12) = 22,5, aufgerundet 23 Urlaubstage.

Voller Jahresurlaub trotz Austritt in der zweiten Jahreshälfte

Bei Kündigung machen Arbeitnehmer oft einen teuren Fehler. Wer ab dem 1. Juli ausscheidet und die 6-monatige Wartezeit nach Paragraf 4 BUrlG erfüllt hat, bekommt den vollen Jahresurlaub, nicht nur den anteiligen Teilurlaub. Paragraf 5 Absatz 1 BUrlG regelt das ausdrücklich.

Kündigung zum 31. August nach 5 Jahren im Betrieb bei 30 Urlaubstagen laut Arbeitsvertrag: Es gilt nicht 30 × 8/12, sondern der volle Anspruch von 30 Tagen. Vertraglicher Zusatzurlaub über den Mindesturlaub hinaus kann per Pro-rata-Klausel im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag gekürzt werden.

Scheidest du in der ersten Jahreshälfte (bis 30. Juni) aus, bleibt es bei der Zwölftelung. Gleiches gilt bei Eintritt ab dem 1. Juli: Die Wartezeit von 6 Monaten lässt sich im selben Kalenderjahr nicht mehr erfüllen, deshalb gibt es nur Teilurlaub.

Zusatzurlaub bei Schwerbehinderung

Schwerbehinderte mit einem Grad der Behinderung ab 50 erhalten nach Paragraf 208 SGB IX 5 zusätzliche Urlaubstage pro Jahr (5-Tage-Woche) oder 6 Tage (6-Tage-Woche). In Teilzeit mit weniger Wochenarbeitstagen sinkt der Zusatzurlaub anteilig.

Resturlaub bei Kündigung: Urlaubsabgeltung oder Freistellung

Kannst du deinen Resturlaub bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses nicht nehmen, muss der Arbeitgeber ihn als Urlaubsabgeltung in Geld auszahlen (Paragraf 7 Absatz 4 BUrlG). Die Abgeltung ist steuer- und sozialversicherungspflichtig. Gewährt der Arbeitgeber den Urlaub während der Kündigungsfrist, rückt dein letzter Arbeitstag nach vorne. Ob die Freistellung am Stück erfolgt, ist Verhandlungssache.

Seit Urteilen des Bundesarbeitsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) verfällt Resturlaub am Jahresende nicht mehr von selbst. Verfall setzt voraus, dass der Arbeitgeber rechtzeitig und in Textform auf den drohenden Verfall hingewiesen hat. Ohne rechtzeitigen Hinweis bleibt der Anspruch bestehen.

Wartezeit nach Paragraf 4 BUrlG

Voller Urlaubsanspruch entsteht erstmals nach 6 Monaten im Arbeitsverhältnis. Vor Ablauf der Wartezeit hast du nur Anspruch auf Teilurlaub: ein Zwölftel des Jahresurlaubs pro vollem Beschäftigungsmonat. Nach einmaliger Erfüllung entsteht der Anspruch in den Folgejahren jeweils zum 1. Januar.

Verwandte Rechner auf Rechnerlupe

Mit dem Urlaubsanspruch-Rechner ermittelst du deine Urlaubstage für 2026. Die gesetzliche Frist bei Kündigung zeigt der Kündigungsfrist-Rechner. Steht eine Abfindung im Raum, berechnet der Abfindungsrechner Höhe und Steuerabzug. Wer wegen Elternzeit den Urlaub kürzen lassen muss, findet im Elterngeldrechner ergänzende Berechnungen.

Grenzen des Urlaubsanspruch-Rechners

Der Urlaubsanspruch-Rechner berechnet den Anspruch auf Basis des Bundesurlaubsgesetzes. Nicht abgebildet sind abweichende Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Sonderregeln bei fristloser Kündigung oder Aufhebungsvertrag und die Kürzung bei Elternzeit nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG, Paragraf 17). Alle Werte gelten für 2026. Keine Rechtsberatung.

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Häufige Fragen zum Urlaubsanspruch

Wie viel Mindesturlaub steht mir gesetzlich zu?

Nach Paragraf 3 BUrlG sind es 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche, also 20 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche. Die meisten Arbeitsverträge gewähren 28 bis 30 Tage.

Wird Urlaub bei Teilzeit nach Stunden berechnet?

Nein. Maßgeblich sind die Wochenarbeitstage, nicht die Stundenzahl. 3 Arbeitstage bei 30 Tagen Vollzeit-Anspruch ergeben 18 Urlaubstage.

Was bedeutet Zwölftelung beim Urlaubsanspruch?

Bei unterjährigem Eintritt oder Austritt erhältst du pro vollem Beschäftigungsmonat ein Zwölftel des Jahresurlaubs. Bruchteile ab einem halben Tag werden aufgerundet.

Bekomme ich bei Kündigung ab Juli den vollen Urlaub?

Ja, wenn du die 6-monatige Wartezeit erfüllt hast. Ab dem 1. Juli gilt der volle Jahresurlaub statt der Zwölftelung. Vertraglicher Zusatzurlaub kann per Pro-rata-Klausel gekürzt werden.

Wie viel Zusatzurlaub erhalten Schwerbehinderte?

Anerkannt Schwerbehinderte mit einem Grad der Behinderung ab 50 erhalten 5 zusätzliche Urlaubstage pro Jahr bei einer 5-Tage-Woche. In Teilzeit wird der Zusatzurlaub nach Wochenarbeitstagen anteilig berechnet.

Was passiert mit Resturlaub bei Kündigung?

Kann der Resturlaub nicht mehr genommen werden, muss er als Urlaubsabgeltung in Geld ausgezahlt werden. Die Abgeltung ist steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Geprüft von der Redaktion Rechnerlupe · Fachlich gegengelesen im Arbeitsrecht. Dieser Rechner ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.