Kinderdepot-Vergleich: fürs Kind Vermögen aufbauen
Wer früh fürs Kind spart, nutzt den größten Hebel überhaupt: die Zeit. Über 18 Jahre entfaltet der Zinseszins seine volle Wirkung - schon kleine Sparraten summieren sich.
Worauf Eltern achten
- Depot auf den Namen des Kindes (Junior-Depot) - oft steuerlich vorteilhaft.
- Kostenlose ETF-Sparpläne.
- Flexible Sparraten, die sich anpassen lassen.
Warum Zeit der größte Vorteil deines Kindes ist
50 Euro monatlich, 18 Jahre lang, bei durchschnittlich 6 % Rendite: eingezahlt sind 10.800 Euro, im Depot stehen am Ende rund 19.000 Euro. Mit 100 Euro Rate sind es etwa 38.000 Euro - genug für Führerschein, Auslandsjahr oder den Start ins Studium. Rechne deine eigene Kombination im Sparplan-Rechner durch.
Depot auf den Namen des Kindes - oder aufs eigene?
Ein echtes Kinderdepot läuft auf den Namen des Kindes. Steuerlich ist das attraktiv, weil das Kind eigene Freibeträge hat (Sparerpauschbetrag plus Grundfreibetrag) - Erträge bleiben so praktisch immer steuerfrei, und über eine Nichtveranlagungsbescheinigung gibt es Kapitalertragsteuer erst gar nicht abgezogen. Der Haken: Das Geld gehört rechtlich dem Kind. Mit 18 hat es die volle Verfügung - und Schenkungen zurückzufordern geht nicht. Wer die Kontrolle behalten will, spart stattdessen in einem separaten Unterdepot auf den eigenen Namen und verschenkt später gezielt.
Worauf du beim Kinderdepot achten solltest
- Kostenlos muss es sein: Depotführung und ETF-Sparplan-Ausführung ohne Gebühren sind bei Kinderdepots Standard - alles andere frisst die kleinen Raten auf.
- Beide Elternteile unterschreiben: Die Eröffnung verlangt in der Regel Ausweise beider Sorgeberechtigten plus Geburtsurkunde des Kindes.
- Breit gestreut anlegen: Bei 18 Jahren Horizont ist ein weltweiter Aktien-ETF die naheliegende Basis - Schwankungen sitzt das Depot aus.
- Eingezahlt ist verschenkt: Auch Großeltern können einzahlen; ans Depotvermögen dürfen Eltern für eigene Zwecke nicht heran.
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Häufige Fragen
Ab welchem Betrag lohnt sich ein Kinderdepot?
Schon ab kleinen monatlichen Beträgen. Dank langer Laufzeit und Zinseszins wird daraus über die Jahre eine beachtliche Summe.
Gefährdet das Depot später BAföG-Ansprüche?
Vermögen des Kindes oberhalb des BAföG-Freibetrags wird angerechnet. Ein prall gefülltes Kinderdepot kann den BAföG-Anspruch also mindern - das solltest du bei großen Summen in die Planung einbeziehen.
Was passiert mit dem Depot, wenn das Kind 18 wird?
Es geht automatisch in die alleinige Verfügung des Kindes über - inklusive des Rechts, alles zu verkaufen. Wer das nicht möchte, spart auf den eigenen Namen und überträgt später schrittweise (Schenkungsfreibetrag: 400.000 Euro je Elternteil alle zehn Jahre).