Wohngebäudeversicherung vergleichen

Die Wohngebäudeversicherung schützt dein Haus vor existenziellen Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser. Die Beiträge und Leistungen unterscheiden sich stark.

Worauf du achten solltest

  • Versicherte Gefahren: Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel als Basis.
  • Elementarschadenschutz (Überschwemmung, Starkregen) - immer wichtiger.
  • Grober-Fahrlässigkeit-Verzicht.
  • Gleitender Neuwert, damit Unterversicherung vermieden wird.

Was die Wohngebäudeversicherung abdeckt - und was nicht

Der klassische Schutz umfasst drei Gefahren: Feuer (inklusive Blitzschlag und Explosion), Leitungswasser (Rohrbrüche, geplatzte Schläuche) und Sturm/Hagel ab Windstärke 8. Nicht automatisch enthalten sind Elementarschäden - Überschwemmung, Starkregen-Rückstau, Erdrutsch, Schneedruck. Angesichts zunehmender Starkregenereignisse gehört der Elementarbaustein heute in praktisch jeden Vertrag; ohne ihn bleibst du beim vollgelaufenen Keller auf den Kosten sitzen.

Die Versicherungssumme: gleitender Neuwert statt Ratespiel

Moderne Verträge arbeiten mit dem gleitenden Neuwert: Die Versicherung zahlt den vollständigen Wiederaufbau zum heutigen Preisniveau, die Prämie wird jährlich an die Baupreisentwicklung angepasst. Grundlage ist häufig der historische "Wert 1914" oder eine Wohnflächenberechnung - deshalb lohnt es sich, die Wohnfläche exakt anzugeben (nachmessen mit dem Quadratmeter-Rechner). Falsche Angaben führen zur Unterversicherung: Im Schadenfall wird dann anteilig gekürzt.

Worauf du beim Vergleich achten solltest

  • Grobe Fahrlässigkeit mitversichert: Der Klassiker (vergessene Kerze) ist sonst ein Kürzungsgrund.
  • Rohre auf dem Grundstück mitversichern: Ableitungs- und Zuleitungsrohre außerhalb des Gebäudes sind in Basistarifen oft ausgeschlossen - ein Rohrbruch unter der Einfahrt wird sonst teuer.
  • Aufräum-, Abbruch- und Hotelkosten in ausreichender Höhe.
  • Photovoltaik und Wallbox explizit einschließen oder separat versichern.
  • Selbstbehalt beim Elementarbaustein: Ein moderater Selbstbehalt senkt die Prämie deutlich, ohne den Existenzschutz zu gefährden.

Beitrag und Wechsel

Die Prämie hängt von Region (Sturm- und Hochwasserzonen), Bauartklasse, Baujahr und Ausstattung ab - zwischen günstigen und teuren Anbietern liegen bei identischer Leistung oft mehrere Hundert Euro im Jahr. Gekündigt werden kann zum Ablauf des Versicherungsjahres (meist drei Monate Frist) oder nach jedem Schadenfall und jeder Beitragserhöhung mit Sonderkündigungsrecht. Wichtig beim Hauskauf: Die bestehende Versicherung geht auf den Käufer über und kann binnen eines Monats nach Grundbucheintrag gekündigt werden.

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Häufige Fragen

Ist eine Wohngebäudeversicherung Pflicht?

Gesetzlich nicht - aber bei einer Finanzierung verlangt sie meist die Bank, und ohne sie riskierst du bei Schäden den finanziellen Totalverlust.

Ist Starkregen nicht über "Leitungswasser" abgedeckt?

Nein - Wasser, das von außen eindringt (Überschwemmung, Rückstau), ist ein Elementarschaden und nur mit dem entsprechenden Zusatzbaustein versichert. "Leitungswasser" meint ausschließlich Wasser aus den Rohren und Anlagen des Hauses.

Brauche ich zusätzlich eine Hausratversicherung?

Ja, wenn dir dein Inventar wichtig ist: Die Wohngebäudeversicherung deckt nur das Gebäude selbst und fest verbaute Teile. Möbel, Elektronik und Kleidung sind Sache der Hausratversicherung - beim selben Schadenereignis zahlen dann beide Policen ihren Teil.